Kantos

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Einer der berühmtesten Namen der galaktischen Unterwelt ist der von Kantos, einem Schwarzmarkt für verbotene Technologien, Drogen und Sklaven und alle anderen Dinge, die mit legalen Mitteln nicht zu beschaffen sind. „Was immer du haben willst“, lautet das Sprichwort, "Auf Kantos kriegst du es. Für den richtigen Preis."

Lage und Besonderheiten

Kantos befindet sich unterhalb der Oberfläche von Plaxina 7, einem Kleinplaneten bzw. Planetoiden, der im leblosen System von Plaxina um eine rote Zwergsonne rotiert.

Plaxina 7, eine felsige, tektonisch stark aktive Welt, wurde schon vor Ewigkeiten von Minenrobotern ausgehöhlt und seiner metallischen Rohstoffe beraubt. Übrig geblieben ist eine von vulkanischer Aktivität gezeichnete Felskugel mit einer giftigen Kohlenmonoxid-Schwefel-Atmosphäre und Strömen von Lava, die bereits aus dem Orbit deutlich zu erkennen sind.

Kantos selbst ist ein ausgemustertes Schlachtschiff der urikanischen Raumstreitkräfte. Vor Scannern und Sensoren gut versteckt, befindet es sich in einem ausgedehnten Höhlensystem, gut einen Kilometer unterhalb der Planetenoberfläche, wo es, von Anti-Gravitations-Feldern getragen, über einem See aus Magma schwebt, während Thermoschilde die dunkle Außenhülle vor der Hitze abschirmen. Das Schiff ist ausschließlich über verborgene Tunnel zugänglich, wobei die dicke Kruste des Planeten es vor Teleporterstrahlen schützt. Niemand gelangt ungesehen in Kantos hinein oder wieder heraus, so heißt es.

Entwicklung

Seinem neuen Zweck als Schwarzmarkt wurde das Schiff vor gut zweitausenddreihundert Jahren von dem Skorellian-Syndikat zugeführt, einem Zusammenschluss mächtiger Gangsterbosse aus einer Vielzahl von Systemen. Es war der Plan, hier einen mobilen Umschlagplatz für ihre kriminellen Machenschaften zu schaffen, versteckt vor den Augen des Gesetzes. Doch die Herrschaft des Syndikats hielt nicht lange an: Bald wurde ihm sein Refugium vom Gamabanna-Clan, einem einflussreichen Drogenkartell, abspenstig gemacht – bevor die nächste Verbrecherorganisation die Kontrolle über das Schiff und die Aktivitäten an Bord nahm.

Erst vor wenigen Jahren wurde Kantos schließlich an seinen gegenwärtigen Ruhepunkt auf Plaxina 7 verfrachtet: Das Schiff wurde demontiert und im Inneren des ausgehöhlten Planetoiden wieder zusammengesetzt. Ein Vorgang der nicht ohne Zwischenfälle verlief: Strahlungslecks und Explosionen von Energiezellen kosteten mehrere hundert Arbeiter das Leben.

Inzwischen wird offiziell verlautet, dass Kantos seine kriminelle Vergangenheit weit hinter sich gelassen habe. Das Schiff sei nun die Basis für eine Vielzahl rechtschaffener Unternehmen und Etablissements – die meisten davon exklusive und teure Lokale, Nachtklubs, Bars und legale Bordelle.

Dass dies nur eine Fassade ist, gilt als offenes Geheimnis, das so gut wie jedem bekannt ist – den Intergalaktischen Sicherheitsdienst eingeschlossen. Doch gerüchteweise duldet er die Existenz dieses kriminellen Molochs, um seinen Finger am Puls der Unterwelt zu haben.

Kantos hat die Ausmaße einer kleinen Stadt; es leben schätzungsweise etwa 50.000 Wesen ständig auf den achtzehn Decks des Schiffes, wobei es sich größtenteils um Besatzungsmitglieder, Techniker, Dockarbeiter, Händler und ihre Angehörigen handelt. Darüber hinaus wird das Schiff täglich von weiteren zehntausenden Reisenden aus vier verschiedenen Galaxien besucht – die meisten von ihnen sind Hehler, Schmuggler, Datendiebe, Sklavenhändler, Cyberterroristen, Piraten, Kopfgeldjäger und andere Kriminelle, die versuchen, auf Kantos ihre verbotenen Waren und Dienstleistungen an den Mann zu bringen oder diese einzukaufen. Auch Scharen von Glücksspielern auf der Suche nach Nervenkitzel verschlägt es hierher, um an Spielen teilzunehmen, die den Verlierer das Leben mitunter kosten können.

Das Schiff ist bereits seit einigen Jahrhunderten autark, Wasser und Luft werden effektiv recycelt und Lebensmittel in hydroponischen Anlagen und Klontanks hergestellt, die drei ganze Decks einnehmen. Ein eigener Sicherheitsdienst sorgt für ein Mindestmaß an Ordnung, wobei seine Mitglieder von den einflussreichsten Geschäftsleuten des Schiffes gestellt werden. Dennoch ist jedem Besucher des Schiffes klar, dass er sein Geld und sein Leben riskiert, sobald er einen Fuß an Bord setzt.

Locations

Zu den Hauptattraktionen von Kantos gehören der riesige Basar mit seiner erschlagenden Vielzahl von Läden und Buden sowie das sogenannte Promenadendeck, mit seinen Bars und Nachtklubs.

Eines der bekanntesten Etablissments auf Kantos ist das Frozen Chicks, eine Bar, die früher einem terranischen Schmuggler namens Angus Wong gehörte. Nach Wongs geheimnisumwittertem Ableben im Jahre 2372 TZ wurde das Frozen Chicks, damals noch als das Sneaky Chicks bekannt, von Bail übernommen, einer Jasmitanerin, die mehrere erfolgreiche Unternehmen auf dem Schiff ihr Eigen nennt – sowohl legale als auch illegale. Wie die meisten, die mit ihr Geschäfte gemacht haben, bestätigen können, steht Bail stellvertretend für ganz Kantos: Nach ihren Regeln zu spielen kann enorm profitabel sein – ihr in die Quere zu kommen, tödlich.

Und am Ende gewinnt immer das Haus.

Quellen

  1. Rick Future Website