Navarr

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Die Navarr sind ein meeresbewohnendes Volk vom Planeten Hea

Aussehen

Navarr Concept Art © Colin M. Winkler

Die Navarr selbst erinnern an humanoide Hammerhaie mit glatter Haut in den verschiedensten Schattierungen von Grau. Erwachsene Vertreter dieser Spezies erreichen eine Schulterhöhe von einem Meter fünzig. Die Navarr leben amphibisch. Wann immer sie das Meer verlassen, gehen sie aufrecht auf zwei Beinen. Im Wasser dagegen sind sie dank der Schwimmhäute zwischen ihren Fingern und Zehen perfekte Schwimmer. Da sie sowohl über Kiemen als auch Lungen verfügen, können sie sich uneingeschränkt in beiden Lebensräumen aufhalten. Ihre Stimmen sind hoch und quietschig, was einen befremdlichen Kontrast zu ihren mörderisch wirkenden Äußeren mit den Reißzähnen und pechschwarzen Augen bietet.

Ursprung

Die Ursprünge der Navarr verlieren sich im Dunkel der Geschichte. In ihrer ältesten Religion heißt es, dass sie von den Hen-Darssil geschaffen wurden, den Göttern der Meere und der Sterne, die das Volk der Navarr auf Tausenden von Wasserwelten quer durch den Kosmos ins Leben rief. Viele Xenologen gehen davon aus, dass dieser Mythos – wie so oft – einen wahren Kern birgt, da es mehrere Hinweise darauf gibt, dass die amphibische Lebensform der Navarr nicht durch eine gewöhnliche Evolution entstanden ist. Sie könnten also durchaus das Ergebnis genetischer Manipulation sein – doch wer sie in diesem Fall erschaffen hat, und zu welchem Zweck, ist unbekannt. Ebenso hat man bislang vergeblich nach jenen anderen Wasserwelten gesucht, auf denen die Hen-Darssil den Rest ihrer Spezies erschaffen haben sollen.

Dass die Navarr selbst ihre DNS verändert haben, ist unwahrscheinlich, da sie ursprünglich keine eigene Technik entwickelt hatten. Der Kontakt mit dem Rest des Universums kam erst vor gut siebentausend Standardjahren zustande, als sich ein Erkundungskreuzer der Feyraner nach Hea verirrte.

Die Korrion-Symmachie

Navarr Concept Art © Colin M. Winkler

Die Feyraner waren zu jener Zeit Mitgliedsspezies der Korrion-Symmachie, einem mächtigen Zusammenschluss pangalaktischer Welten, der als einzige Meta-Zivilisation groß genug war, dem Intergalaktischen Völkerbund Konkurrenz zu machen. Und auch die Navarr traten bald der Symmachie bei, von der sie sich Schutz und Beistand versprachen. Es dauerte nicht lange und die Navarr brachten es unter der Führung ihrer Hauptregierung, den Eintausend Clans, zu beträchtlichem Wohlstand und Einfluss innerhalb der Symmachie. Zu verdanken hatten sie dies zum einen dem Abbau und Handel mit Kyridium, einem hochenergetischen Quarz, welches im Bau von Raumschiffsantrieben Verwendung findet und in großen Mengen in den Tiefseegräben von Heas Äquatorialregion vorhanden ist.

Ein weiteres Gut, mit dem die Navarr schnell lernten, einen lukrativen Handel zu treiben, waren Informationen. Obwohl sie eine sehr starke Bindung zu ihrer Heimatwelt aufweisen, gab es dennoch einige wenige Vertreter ihrer Spezies, die es wagten, in die Weiten des Alls aufzubrechen und dabei wie besessen sämtliche Daten zu sammeln, und seien sie auch noch so banal. Hierbei stießen sie – unter anderem – auf Hinweise zu verloren geglaubten Welten, gestrandeten Schiffen und vergessenen Technologien für die andere gutes Geld bezahlten. Und auch das eine oder andere brisante politische Geheimnis gelangte in die Hände der Navarr und wurde von ihnen zu ihrem Vorteil genutzt.

Es wird gemunkelt, dass es auf diese Weise entdeckte, geheimdienstliche Informationen waren, die die Navarr dazu bewogen, kurz vor Ende des Korrion-Krieges plötzlich die Seiten zu wechseln und den Intergalaktischen Völkerbund durch Kyridium-Lieferungen zu unterstützen – unter der Bedingung, dass der Völkerbund ihre Heimatwelt beschützte. Eine Handlung, die die Navarr vielerorts als Verräter und Feiglinge brandmarkte.

In den meisten Systemen des Völkerbunds jedoch gelten sie als verschrobene Einzelgänger – kopflastig und exzentrisch, aber harmlos. Ihre Welt ist galaxieweit berühmt für ihre weit verzweigten Korallenstädte und die Abyssalkuppeln, die bis in die schwärzesten Tiefen des planetaren Ozeans hinabreichen. Der Planet ist ein beliebtes Urlaubsziel der Ultrareichen der Galaxis – denn die Navarr lassen sich den Besuch ihrer Welt teuer bezahlen, um zu verhindern, dass das ökologische Gleichgewicht Heas gestört wird.

Weniger als ein Prozent ihrer dreizehn Milliarden zählenden Bevölkerung lebt außerhalb ihres Planeten, und das in den meisten Fällen auch nur, um im Auftrag der Eintausend Clans Informationen über den Rest des Universums zu sammeln.

Nur wenige Navarr haben es außerhalb ihrer Spezies zu Ruhm gebracht, wie die Komponistin Arrat Narta, die durch ihre Symphonie von Licht und Wasser berühmt wurde, oder der Paläo-Linguistiker Murgo Chromm, der am angesehenen Gessitai-Institut von Omegon Primus unterrichtete, bevor er von der Interstar Corporation für ein streng geheimes Projekt auf dem Planeten Godima angeworben wurde.

Quellen

  1. Rick Future Website