Izlaaks

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„Verschlagen wie ein Izlaak“ – egal, in welchem Spiralarm der Galaxis man sich befindet, es scheint, als wäre dieses Sprichwort überall bekannt. Und das nicht ohne Grund.

Die Izlaaks stammen ursprünglich von dem Planeten Prriza, einem sogenannten Waisenplaneten. Vor Ewigkeiten durch eine kosmische Katastrophe aus dem Orbit seiner Sonne gesprengt, schwebt er nun durch die Schwärze des Alls. Hohe radioaktive Strahlung sorgt für Hitze und Energie, während weit verbreitete biolumineszente Kristalle, manchmal so hoch wie Gebirge, als Lichtquellen dienen. Es ist eine Welt, auf der nur die Stärksten der Starken überleben konnten. Oder die Gerissensten.

Die erfolgreichste Lebensform des Planeten sind Insektoide. Auch die Izlaaks gehören dieser biologischen Klasse an. Mit ihrer schwarzen, lederartigen Haut, dem vorgewölbten Mund und nicht zuletzt ihren riesigen Facettenaugen erinnern sie stark an humanoide Fliegen. Allerdings sind sie flügellos – zumindest die meisten von ihnen.

Kastensystem

Die Spezies der Izlaaks spaltet sich eine verwirrende Zahl von Subspezies auf, sggressdra genannt – ein Wort, das man ehesten mit Genetische Kaste übersetzen kann. Diese Kasten wurden im Laufe von Jahrtausenden gezüchtet und unterscheiden sich in ihren geistigen Kapazitäten sowie der körperlichen Erscheinung.

- eine Soldatenkaste, die auf blinden Gehorsam, körperliche Stärke und Immunität gegen Schmerz gezüchtet wurde. - eine Technikerkaste, die eine ungewöhnlich hohe Anzahl von Techno-Empathen aufweist und mit besonders langen und geschickten Fingern ausgestattet ist. - eine Bauerkaste, die für Landwirtschaft und Nahrungsversorgung zuständig ist, - eine Medizinerkaste, deren Augen im Röntgenspektrum sehen können, - eine „Unterhalterkaste“, deren Stimmorgane speziell für Gesang gezüchtet wurden. - eine besonders wichtige Kaste ist die der „Geburtshelfer“, welche sich um den Nachwuchs der Izlaaks kümmert, welcher schon seit Jahrtausenden durch künstliche Befruchtung in vitro gezeugt wird. Erwünschte Eigenschaften werden hierbei verstärkt, während genetische Defekte bereits im Keim erstickt werden. Unerwünschte Wesenszüge wie die Neigung zu Selbstzweifeln, Furcht oder Ungehorsam wurden im Laufe der Zeit aus den Izlaaks herausgezüchtet. - ...

Koordiniert und geleitet werden diese Kasten, von denen es über dreihundert gibt, von der sogenannten Fürstenkaste, die sich durch besondere Intelligenz, strategisches Geschick und Skrupellosigkeit auszeichnet. Die Fürsten sind für die Verwaltung der sogenannten Straten zuständig, womit die Gesamtheit aller Kasten auf einem geographischen Gebiet bezeichnet wird. Dabei kann es sich um Provinzen der Heimatwelt, Weltraumkolonien oder sogar Raumschiffe handeln.

Ganz an der Spitze der izlaakischen Zivilisation stehen jedoch die Königinnen. Bei ihnen handelt es sich um weibliche Izlaaks, die ein Alter von mehreren hundert Standardjahren erreichen können, wohingegen die meisten anderen Izlaak-Kasten eine Lebenserwartung von nur knapp dreißig Standardjahren aufweisen. Die Königinnen verfügen über eine enorm hohe Intelligenz sowie besondere Drüsen, die ein Pheromon absondern, welches alle anderen Izlaaks in ihrer Nähe ihrem Willen unterwirft. Obwohl sie als eine der wenigen Kasten ihrer Spezies Flügel besitzen, sind sie nicht flugfähig.

Izlaak-Königinnen sind enorm selten. Sie sind unfruchtbar, können sich also nicht vermehren. Es ist nicht bekannt, welche Faktoren dazu führen, dass aus einer Izlaak-Larve eine Königin wird. Fest steht, dass ihre Zahl im Laufe der Jahrtausende fast immer um die dreihundert betragen hat, und dass sie sich zu einem planetaren Rat zusammengeschlossen haben, der sich das Konzil der Königinnen nennt.

Glaube

Soweit dem Rest der Galaxis bekannt ist, besitzen die Izlaaks keinerlei Religionen. Sie sehen sich selbst als Krone der Schöpfung und akzeptieren keine höhergestellten Wesen, von den Königinnen abgesehen. Alle anderen Spezies sind in ihren Augen nicht mehr als seelenlose Automaten, dem Volk der Izlaaks in allen Belangen unterlegen.


Völkerverständigung und Expansion

Bis vor gut eintausend Standardjahren waren die Izlaaks Mitglied des Intergalaktischen Völkerbundes – wenn auch kein sehr populäres. Ihr Hang zu Raubbau sowie dem Handel mit Sklaven und illegalen Technologien führte zu einer Reihe von Sanktion seitens der anderen Mitgliedsvölker – und schließlich zu ihrem Ausschluss aus dem Bund. Die izlaakische Zivilisation wurde auf ein gutes Dutzend Systeme beschränkt. Weitere Expansionen wurden ihnen streng untersagt.

In ihrem Einfluss stark beschnitten, begannen die Izlaaks nach Verbündeten außerhalb des Völkerbundes zu suchen. Diese fanden sie sehr bald in den Varijan, einem ebenfalls geächteten Volk. Und noch eine galaktische Zivilisation erweckte ihre Aufmerksamkeit: die Terraner.

Mitte des 24. Jahrhunderts hatte die aggressive Expansionspolitik der Terranischen Allianz dazu geführt, dass auch sie vom Intergalaktischen Völkerbund ausgeschlossen wurde. Als kurz darauf eine Gesandtschaft des Konzils der Königinnen im Verborgenen zur Erde reiste, um den Terranern ein Bündnis anzubieten, wurde dies von Philip Wong, dem damaligen Präsidenten der Allianz, freudig begrüßt, denn genau wie die Izlaaks hatte er nicht vor, sich den Weisungen des Bundes zu beugen.

Als Zeichen ihrer Verbundenheit halfen die Izlaaks den Terranern, eine geheime Expedition in die verbotenen Xidian-Sektoren vorzubereiten, um dort Kontakt mit den Jozianern aufzunehmen, einer mächtigen Spezies, die vor langer Zeit vom Völkerbund an den Rand der Galaxis gedrängt worden war. Zu diesem Zweck versorgten die Izlaaks ihre neuen Verbündeten mit illegaler Tarntechnologie, die sie von den Varijan erstanden hatten. Diese sollte die Expeditionsschiffe während des Transits vor den wachsamen Augen des Intergalaktischen Sicherheitsdienstes schützen.

Wie viele andere Völker vor ihnen wurden die Terraner so unwissentlich zum Werkzeug der Izlaaks, denn diese boten ihre Hilfe nicht ohne Hintergedanken an. Die Macht der Jozianer war ehrfurchtgebietend, ihr Zorn leicht zu erregen. Ein Bündnis mit ihnen käme dem Konzil der Königinnen sehr gelegen. Jedoch hielten sie es für sicherer, die Terraner vorzuschicken – für den Fall, dass die Jozianer das Eindringen in ihr Territorium als feindlichen Akt betrachteten.

Und genau das geschah.

Als der Vormarsch der Jozianer begann, und sie auf ihrem Weg zur Erde alles vernichteten, das sich ihnen in den Weg stellte, zogen sich die Izlaaks in ihre eigenen Systeme zurück, sorgsam darauf bedacht, sich nicht am Kriegsgeschehen zu beteiligen. Verständlicherweise haben die Terraner ihren vermeintlichen Alliierten dies niemals verziehen. Die Bezeichnung „Schmeißfliegen“ für Izlaaks ist auch heute noch auf allen überlebenden terranischen Kolonien weit verbreitet.

Nach dem Rückzug der Jozianer nutzten die Izlaaks das allgemeine Chaos aus und expandierten mehr oder weniger offen über ihre Systeme hinaus. Unter dem Deckmantel von Scheinfirmen und Hilfsorganisationen unterwanderten sie weniger hoch entwickelte Zivilisationen und pangalaktische Konzerne. Darf man gewissen Gerüchten Glauben schenken, gehört zu Letzteren auch die Interstar Corporation, ursprünglich eine terranische Firma.

Auch auf dem Mars, lange Zeit vom Rest der Galaxis isoliert, operierten Agenten der Izlaaks im Verborgenen und in Zusammenarbeit mit der damaligen Gouverneurin Maria Da Silva.

Der Handel mit verbotener Technologie gehört noch immer zum Haupthandelszweig ihrer Spezies. Aber auch der Drogenhandel ist für sie immer lukrativer geworden.

Das Übertreten ihrer Grenzen ist dem Intergalaktischen Sicherheitsdienst natürlich nicht verborgen geblieben. Jedoch hatte der Vormarsch der Jozianer den Sicherheitsdienst stark geschwächt. Es fehlt an Personal und Ressourcen, die Izlaaks aktiv zu verfolgen.

Ein Umstand, der nicht wenigen Zivilisationen große Sorge bereitet.


Quellen

  1. Rick Future Website