Feyraner

Aus Rickipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Feyraner stammen vom Planeten Feyra, gelegen im gleichnamigen System, in der Nähe von Kepler-90, gut 2.500 Lichtjahre vom Sol-System entfernt.

Eigenschaften

Feyraner Concept Art © Colin M. Winkler

Aufgrund ihres buntgestreiften Fells, den geschlitzten Pupillen und spitzen Ohren und nicht zuletzt ihren krallenbewehrten Händen werden die Feyraner von terranischen Zeitgenossen gern als „katzenartig“ bezeichnet. Tatsächlich haben sie sich aus quasi-felinen Raubtieren entwickelt, die vor cirka drei Millionen Jahren die ausgedehnten Savannen ihrer Heimatwelt durchstreiften.

Auch heute noch verfügen die Feyraner über stark ausgeprägte Sinne. So können sie auch und besonders in Dämmerlicht auf kilometerweite Entfernungen noch scharf sehen, und ihr Gehör erfasst einen Frequenzbereich von bis zu 70.000 Hertz, was die Leistung menschlicher Ohren um mehr als das Dreifache übertrifft.

Ihr extrem gut ausgebildeter Gleichgewichtssinn, in Verbindung mit ihrer hohen Beweglichkeit und ausdauerstarker Muskulatur, macht sie zu anmutigen Tänzern – oder gefürchteten Kämpfern. So gibt es buchstäblich Tausende feyranischer Kampfkunststile wie beispielsweise Kachasch und Che-Chai-Ru, die sich die Eigenheiten der feyranischen Anatomie zu Nutze machen.

Bei alledem verwundert es nicht, dass so gut wie alle feyranischen Sportarten ein Element der Jagd beinhalten. Und noch weniger, dass viele Angehörige ihrer Spezies als Kopfgeldjäger durch die Galaxis streifen.

Kulturelle Eigenheiten

Auch der immer noch stark ausgeprägte Rudelinstinkt der Feyraner ist ihrem genetischen Erbe zuschreiben. Ein Großteil ihrer Bevölkerung gehört einem sogenannten Hachurr an, was grob mit „Klan“ oder „Rudel“ übersetzt werden kann und oft aus bis zu einem Dutzend verschiedener Feyraner-Familien besteht.

Die meisten Gesellschaftssysteme der Feyraner lassen sich als matriarchalisch klassifizieren. Nur in sehr wenigen Fällen – wie beispielsweise nach dem plötzlichen Tod eines Klanoberhaupts – ist es einem männlichen Feyraner erlaubt, ein Hachurr zu führen, und das auch nur für kurze Zeit.

Andererseits ist es seit jeher Frauen strengstens verboten, in den Militär- oder Polizeidienst einzutreten – ebenfalls ein Erbe aus der Zeit der Savannen, als die männlichen Mitglieder des Rudels für den Schutz desselben sorgten, während die Weibchen für die Aufzucht der Jungtiere zuständig waren.

Es gibt nicht wenige Feyraner, die diese archaische Rollenverteilung ablehnen; Unruhen und Spannungen zwischen den Geschlechtern sind keine Seltenheit. Dennoch hat sich in den zwanzigtausend Standardjahren der feyranischen Geschichtsschreibung daran wenig Grundlegendes geändert.

Politisch ist die Bevölkerung der Feyraner in mehrere hundert Lokalregierungen und Klan-Allianzen aufgespalten, welche wiederum die Feyranische Hegemonie bilden – eine Art Vereinte Nationen von Feyra und ihren Koloniewelten, die seit den ersten Tagen der feyranischen Raumfahrt vor gut neuntausend Standardjahren besteht.

Die Korrion-Symmachie

Schon kurz nach ihren ersten Hyperraum-Expeditionen trafen die Feyraner auf andere, intelligente Spezies. Vielleicht war es ihr Rudelinstinkt, der sie dazu führte, mit einigen ihrer galaktischen Nachbarn die Korrion-Symmachie zu gründen – das einzige interstellare Bündnis, das es an Größe und Einfluss mit dem Intergalaktischen Völkerbund aufnehmen konnte und im Laufe der Jahrtausende während seiner Expansion immer wieder mit dem Bund aneinandergeriet – eine Situation, die vor zweitausendfünfhundert Standardjahren schließlich in jenen galaxieweiten Konflikt gipfelte, der als der Korrion-Krieg blutige Geschichte schrieb.

Doch der Krieg verlief weder zu Gunsten der Symmachie noch der Feyraner. In den fast fünfhundert Standardjahre andauernden Schlachten verloren die Feyraner Milliarden ihrer Artgenossen und Dutzende von Welten, was die Matriarchinnen der Hegemonie kurz vor Ende des Konflikts schließlich dazu bewog, sich auf die Seite des Völkerbundes zu stellen.

Die Dritte Flotte

Allerdings wurde diese Entscheidung nicht von allen Feyranern begrüßt. Und so kamen die Kommandanten ihrer mächtigen, über zweihundert Schiffe umfassenden Dritten Flotte überein, sich von ihrer Regierung loszusagen. Sie missachteten den Befehl zum Rückzug und sprangen stattdessen mit der gesamten Flotte in den Hyperraum – mit unbekanntem Ziel.

Alle Versuche der Kontaktaufnahme scheiterten. Dennoch mehrten sich im Laufe der nächsten Jahrhunderte die Geschichten, dass die Dritte Flotte noch immer existierte und die Nachkommen der ursprünglichen Mannschaften und Kommandanten ein Dasein als fahrendes Volk führten, das im Schutz entlegener Hypertunnel und unkartografierter Sternensysteme durch die Galaxis reiste und Handel mit geächteten Spezies wie den Varijan oder Izlaaks trieb.

Trotz aller Bemühungen der Hegemonie und des Intergalaktischen Sicherheitsdienstes, die Dritte Flotte ausfindig zu machen, ist sie bis heute unauffindbar geblieben.

Ob sie tatsächlich noch existiert oder nur ein Mythos ist, bleibt ungeklärt. Sicher ist nur, dass in der streng reglementierten Gesellschaft ihrer Heimatwelten nicht wenige Feyraner von der Geschichte der Rebellenflotte bis heute fasziniert sind.

Quellen

  1. Rick Future Website